Badheizkörper Elektrisch

Neben einem schicken Design sind Badheizkörper sehr platzsparend und halten stets warme Handtücher bereit. Vor allem für den unregelmäßigen und kurzfristigen Einsatz lässt sich der Nutzen noch einmal deutlich erhöhen, indem auf einen elektrischen Badheizkörper oder gar ein Modell mit Mischbetrieb zurückgegriffen wird.

Inhaltsverzeichnis

  1. Vor- und Nachteile
  2. Einsatzgebiet
  3. Funktionsweise
  4. Größe & Leistung
  5. Fazit
Badheizkörper Elektrisch

Elektrischer Badheizkörper mit Heizpatrone

Vorteile eines Elektro-Badheizkörpers

Zusätzlich zur flachen und platzsparenden Form von Designheizkörpern haben die elektrischen Modelle zusätzlich den Vorteil, dass sie unabhängig von der Zentralheizung betrieben werden können. Bei der Positionierung des nahezu lautlosen Heizkörpers muss man daher keine Rücksicht auf einen naheliegenden Anschluss der Zentralheizung legen. Im Falle eines Umzuges ist der elektrische Badheizkörper außerdem zügig abmontiert und kann problemlos mit ins neue Heim umziehen.

Der elektrische Betrieb ermöglicht zudem eine zügige Wärmeleistung innerhalb weniger Minuten. Auch ist es nicht nötig eine komplette Heizungsanlage in Betrieb zu nehmen. Die Wärme wird dort produziert wo sie auch benötigt wird und es gibt keine Wärmeverluste auf dem Weg von der Heizungsanlage bis zum Heizkörper.

Eine angenehme Auswirkung, nicht nur auf den Geldbeutel sondern auch den Nutzen, haben auch verschiedene Timer-Funktionen. Mit diesen können Sie den jeweiligen Raum nach Bedarf automatisch beheizen.

Und auch auf lange Sicht dürfte der gelegentliche Betrieb via Strom eine attraktive Möglichkeit zum Heizen bleiben – die Stromkosten sind in den vergangenen Jahren zum Teil deutlich langsamer angestiegen als die anderer Energiequellen wie z.B. die Kosten von Öl. In Kombination mit einem Bio-Stromanbieter heizen Sie besonders umweltfreundlich.

Energiepreisentwicklung

Quelle: Statistisches Bundesamt

Einsatzgebiete

Aus den verschiedenen Vorteilen und Funktionen von elektrischen Handtuchheizkörpern ergeben sich drei Verwendungsmöglichkeiten in denen der Einsatz besonders sinnvoll und effizient ist.

Als Ergänzung, beispielsweise zu einer Fußbodenheizung im Bad, erweist sich ein elektrischer Designheizkörper als extrem praktisch. Während die Fußbodenheizung den Großteil der Arbeit übernimmt kann der Elektroheizkörper gezielt an kalten Tag zusätzliche Wärme beisteuern, fungiert selbst außerhalb des Betriebes als hübscher Handtuchhalter und kann an kühlen Sommertagen gar kostengünstig die Arbeit allein verrichten.

Eine kostengünstige Heizvariante sind die elektrischen Badheizkörper auch in selten genutzten Räumen, in denen sich eine herkömmliche Heizungsanlage nicht lohnt. Dies könnten z.B. das Gäste-WC, der Hobbykeller, der private Saunabereich, das Ferienhaus oder die Gartenlaube sein. Diese Räume werden häufig über Tage, Wochen oder gar Monate nicht genutzt. Ein Elektroheizkörper, der „auf Knopfdruck“ zügig Wärme erzeugt und anschließend wieder ausgeschaltet werden kann, ist hier die ideale Lösung.

Immer mehr Hersteller von Badheizkörpern bieten inzwischen Modelle an, die im Mischbetrieb betrieben werden können. Mischbetrieb bedeutet, dass der Heizkörper sowohl als normaler Handtuchheizkörper mit Anschluss an die Heizungsanlage sowie als Elektroheizkörper über die Steckdose betrieben werden kann. Damit kann der Heizkörper die normale Heizung vollständig ersetzen und funktioniert im Sommer zudem sogar bei abgeschalteter Heizungsanlage.

Funktionsweise eines elektrischen Badheizkörpers

Der elektrische Badheizkörper ist ein in sich geschlossener und mit Strom betriebener Körper. Im Inneren befindet sich ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel, das sogenannte Wärmeträgermedium. Als Stromquelle dient eine herkömmliche 230V Steckdose. Heizstab und Heizpatrone erhitzen das Wärmeträgermedium und steuern den Betrieb. Sie sind am unteren Ende angebracht da die Wärme nach oben steigt und beim abkühlen wieder sinkt – so entsteht eine Zirkulation die für eine gleichmäßige Wärmeverteilung sorgt. Je nach Hersteller bietet die Heizpatrone verschiedenste Funktionen, z.B. für einen zeitgesteuerten Betrieb, die Messung und Regulierung der Zimmertemperatur oder die Anzeige des Energieverbrauchs.


Größe & Leistung berechnen

Die Leistung eines elektrischen Badheizkörpers wird in Watt gemessen und sollte auf seine Größe abgestimmt sein. Je größer der Heizkörper, desto höher sollte die Leistung des Heizstabes sein. Hierzu können Sie sich an folgender Tabelle orientieren:

Breite in mm Höhe in mm Leistung in Watt
500 – 750 bis 775 300
500 – 750 bis 1.175 600
500 – 750 bis 1.770 1.000

Die nötige Größe hängt wiederum von verschiedenen Faktoren ab. Neben der Art der Verwendung (als zusätzlicher Heizkörper, als einzige Wärmequelle, ..) ist in erster Linie die Zimmergröße von Bedeutung. Natürlich ist es auch ein Unterschied ob ein gut isoliertes Badezimmer oder eine zügige Gartenlaube beheizt werden soll. Die Raumgröße in Quadratmetern (qm) multipliziert mit der Heizleistung in Watt/qm ergibt die Heizlast (Watt). Die Heizleistung (Watt/qm) kann mit 90-110 Watt/qm bei gut isolierten Räumen und 140-160 Watt/qm bei schlecht isolierten Räumen berechnet werden.

Beispiel 1: Gartenlaube, 8qm, schlecht isoliert

Sie möchten eine schlecht isolierte und 8 Quadratmeter große Gartenlaube mit einem elektrischen Badheizkörper beheizen. Hierfür ist ein Gerät mit einer Heizleistung von rund 1.200 Watt notwendig.

8qm x 140-160 Watt/qm = 1.120 – 1.280 Watt

Angenommen Sie heizen Ihre Gartenlaube durchschnittlich 3x im Monat für rund 5 Stunden mit einer Heizleistung von 1.200 Watt.

  • Heizstunden pro Jahr: 180 (3 x 5 Stunden x 12 Monate)
  • Strompreis: 0,27€ pro KwH
  • Gesamtkosten pro Jahr: 48,6€

Beispiel 2: Badezimmer, 10qm, gut isoliert

Wollen Sie dagegen ein gut isoliertes Badezimmer von 10 Quadratmeter Größe beheizen, reicht schon ein Modell mit ca. 1.000 Watt.

10qm x 90-110 Watt/qm = 900 – 1.100 Watt

In diesem Beispiel gehen wir davon aus, dass Sie den elektrischen Badheizkörper zusätzlich zur Fußbodenheizung im Herbst/Winter verwenden.

  • Heizstunden pro Jahr: 300 (30 Tage im Monat x 2 Stunden x 5 Monate)
  • Strompreis: 0,27€ pro KwH
  • Gesamtkosten pro Jahr: 81€

Fazit

Ein elektrischer Bad- bzw. Handtuchheizkörper kann eine sinnvolle Anschaffung für selten genutzte Räume oder als zusätzliche Wärmequelle, z.B. zur Fußbodenheizung im Bad, sein. Ein Modell das im Mischbetrieb genutzt werden kann ersetzt gar die herkömmliche Heizung vollständig und kombiniert die Vorteile beider Varianten. Ob ein elektrischer Badheizkörper auch für Sie die richtige Wahl ist hängt dennoch vom geplanten Einsatzgebiet und Ihren individuellen Anforderungen ab.